Margareta Hesse
Mathildenhöhe 8
29.06.2012 – 21.07.2012
Margareta Hesse. inside / outside / light-site -
Malerei auf Polyester, Leuchtkästen


Seit mehr als 10 Jahren untersucht Margareta Hesse den Einfluss des Lichtes als bildverändernden Faktor in ihren Polyesterarbeiten, den „Transluziden“, bestehend aus mehreren mit leichter Distanz voreinander geschichtet semitransparenten, malerisch bearbeiteten Bildplatten. Die so erzeugten minimalistischen „Bildräume“ verändern sich durch unterschiedliche Lichtsituationen und erzeugen Reflektionen – auch über den Bildrand hinaus.


In seinem Katalogtext zur Ausstellung „GEOMETRISCH.KONKRET X“ im Mondriaanhuis Amersfoort schreibt Hans-Jürgen Schwalm: „Margareta Hesses durchlichtete Bilder (...) spielen mit einer diffusen Entgrenzung des Bildfeldes und lassen es räumlich vibrieren. Doch die Mittel, mit denen sie arbeitet, sind real oder besser: konkret und autonom, sind nicht illusionistisch, keine Augentäuschung, sondern eine Herausforderung unseres Sehens, das sich unweigerlich zwischen den verschiedenen ‚Häuten’ des Bildkörpers verfängt.
Margareta Hesse, die seit 1995 an der Fachhochschule Dortmund lehrt, arbeitet mit dünnen Polyesterplatten als Bildträger und nutzt deren verschwommene Transparenz, um einen – im doppelten Sinne des Wortes – vielschichtigen Bildkörper entstehen zu lassen, dessen atmende Valeurs die weiße Wand als Reflektor und zusätzliche Farbe einbeziehen. Farbe und Licht, Fläche und Raum, Materialität und immaterielle Auflösung bilden das Spannungsfeld ihrer Malerei, die Farbe nicht nur als Darstellungsmittel, sondern auch als Darstellungsgegenstand begreift und deren Flüchtigkeit, Unfassbarkeit und zugleich komplexe‚ emotionale Ansprache’ an den Betrachter auslotet.“

Die Auseinandersetzung mit dem Thema „Licht“ hat schließlich zur Entwicklung der Arbeit mit Laserinstallationen, dem konzentrierten Licht an sich, geführt.
Fotos der Laserinstallation „lichtschneise V“ - im Historischen Wasserreservoir des Museums Mathildenhöhe - sind in Leuchtkästen zu sehen. Diese zeigen gebündelte, gleißend rote Laserstrahlen, die gitterförmig, parallel zur Wasseroberfläche durch die Fluchten der etwa 10 m hohen Tonnengewölbehallen des Wasserreservoirs schossen.

Die Besucher, die durch das Wasser liefen und den Raum durchquerten, sahen sich unmittelbar mit den gleißend-roten Laserstrahlen konfrontiert, dem gebündelte Licht pur, und mussten entscheiden, ob sie sich lediglich auf der Bahn zwischen den serstrahlen bewegen wollten, darüber hinwegsteigen oder den Strahl kreuzen wollten.

Der strenge minimalistische Aufbau der Installation kontrastiert mit der emotionalen Wirkung der Laserstrahlen, dem die Betrachter erforschend und interaktiv begegnen.

Impressionen der Ausstellung bei

Vernissage am Freitag, den 29. Juni 2012 ab 19 Uhr.
Finissage am Samstag, den 21. Juli 2012 ab 16 Uhr.


Margareta Hesse, inside / outside / light-site (Bildobjekte auf Polyester, Laserinstallationen, Leuchtkästen)